SICHTFELD DER PLAKATWAND 
NR. 10109253_FREUDENBERGER STRASSE, SIEGEN
NR. 13382_FORMERSTRASSE, SIEGEN_2015

Camera Obscura, analoge SW-Negative

MDF-Leuchtkasten

16,5 x 83 x 18 cm

 

Ein Blickwechsel: Das Sichtfeld der Plakatwände, wird mit einer Lochkamera eingefangen, die an der Plakatwand auf Augenhöhe der portraitierten Personen vor Ort befestigt wird. Das Licht fällt durch die kleinen Löcher und ein auf dem Kopf stehendes Bild, eine Projektion des Außenraumes bzw. Stadtraumes, wird erzeugt. Es entstehen Negative, die in einem Leuchtkasten zu sehen sind (mehr Text ↴  siehe unten).




Ausstellungsansicht: 45ct. Stadtansichten, Dortmunder U, Dortmund, 2016 

weitere SW-Negative:

Großflächenplakate in der Außenwerbung bilden Werbebotschaften überdimensional ab. Um möglichst viele Personen zu erreichen, werden die Plakate gezielt an infrastrukturellen Knotenpunkten (Hauptverkehrsstraßen, öffentlichen Plätzen, im Bereich des Bahnhofs oder direkt vor Einkaufszentren usw.) platziert. Es reicht schon ein sehr kurzer Augenblick des aktiven Sehens, damit die Zielgruppe eine möglichst einprägsame Werbebotschaft in Bild und Schrift erfasst. Dreht man die Blickrichtung herum, schauen die auf Plakaten abgelichteten Personen (Fotomodelle) direkt in den Stadtraum. Um diese Perspektive, das Sichtfeld der Plakatwände, abzulichten, wird eine Lochkamera mit zwei Löchern direkt an die Plakatwand auf Augenhöhe der portraitierten Personen vor Ort befestigt. Das Licht fällt durch die kleinen Löcher und ein auf dem Kopf stehendes Bild, eine Projektion des Außenraumes wird erzeugt. Es entstehen Negative, die in einem Leuchtkasten zu sehen sind.

 

 
Text + Fotos: Kai Gieseler